Tipps für Reisen nach Peru und Südamerika

 

Im Folgenden finden Sie häufig gestellte Fragen rund um die Reise nach Peru. Es besteht dabei kein Anspruch auf Vollständigkeit! Wenn Sie noch weitere Fragen haben, dann können Sie uns gerne persönlich kontaktieren. Weitere Fragen beantwortet unsere Reiseexpertin in unseren » Reisetipps des Monats!

 

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1. Brauche ich ein Visum für eine Peru Reise und muss ich den Reisepass immer dabei haben?

 

Ein Visum braucht man nicht, wenn der Aufenthalt nicht länger als drei Monate dauert. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein. Auf der Reise ist es wichtig, das Original oder zumindest eine Kopie griffbereit zu haben, da es sein kann, dass mehrere Polizeikontrollen durchlaufen werden müssen. Der Reisepass und die Kopie sollten in zwei unterschiedlichen Taschen mitgeführt werden, da so bürokratische Schwierigkeiten bei der Botschaft vermieden werden können, falls ein Gepäckstück gestohlen werden sollte. Um ganz sicher zu gehen, kann man dem/ der Mitreisenden auch eine Kopie geben! Bitte beachten Sie, dass der Reisepass bei Transfers immer direkt am Körper getragen werden sollte, also in einem Brustbeutel oder einer Hüfttasche. Bitte beachten Sie außerdem, dass der Reisepass nicht beschmutzt oder beschädigt sein darf, da das zur Abweisung bei der Einreise führen kann

 

2. Welche Impfungen benötige ich, was ist mit Malaria oder Höhenkrankheit und was sollte in der Reiseapotheke sein?

 

Impfungen sind nicht vorgeschrieben, aber Gelbfieber und Hepatitis A und B werden empfohlen. Die normalen Impfungen (DTP-Diphterie, Tetanus, Polio) sollten ggf. aufgefrischt werden. Es sollte ein Mittel gegen Durchfall mitgenommen werden, ein Desinfektionsmittel und die normale Reiseapotheke (Pflaster etc.).

Viel Flüssigkeit und Salz oder auch Glukose-Elektrolyt-Mischungen helfen einem bei Durchfall schnell wieder auf die Beine.

Beim Besuch des Regenwalds werden häufig Malariatabletten von den Ärzten empfohlen. Beachten Sie jedoch, dass diese Tabletten teilweise schlecht vertragen werden, und dass sie vorbeugend eingenommen werden müssen. An einigen Orten im Regenwald besteht ein geringes Malaria-Risiko. Insektenschutzmittel und die Einnahme von Vitamin B helfen, das Risiko noch weiter zu senken. Bitte beachten Sie dabei jedoch, dass Sie keine Tiere anfassen, da Insektenschutzmittel auch für diese schlecht ist.

Die Höhenkrankheit, vor Ort "Sorojchi" ("sorochtshi") genannt, kann beim Aufenthalt in großen Höhen in den Anden zu verstärkter Atmung, beschleunigtem Herzschlag, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Schlafstörungen und Schwellungen im Bereich der Füße, Arme und des Gesichts führen. Grundregeln bei der Höhenkrankheit sind: möglichst nicht rauchen oder Alkohol trinken, am ersten Tag ruhen, Coca-Tee (mate de coca) trinken, bei starken Kopfschmerzen ca. 5 - 10 Min. Sauerstoff inhalieren. Gegen die Höhenkrankheit wird von Ärzten die Einnahme von DIAMOX empfohlen. Untrainierten Bergsteigern wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt sachkundigen Rat einzuholen (falls Sie vorhaben, diese Aktivität in Peru auszuüben).

 

3. Was isst man gewöhnlich in Peru und was muss man bei der Ernährung besonders beachten?

 

Typisch sind unterschiedlichste Arten Kartoffeln, Mais, Bananen, Bohnen, Reis, Avocados und Tomaten. Im Regenwald außerdem Yuca (in Afrika heißt das Maniok, in Deutschland wird es unter dem Namen Kassaba verkauft, also eine Wurzel, die der Kartoffel von der Konsistenz und auch ein bisschen vom Geschmack ähnelt). Alles ganz übersichtlich angeordnet und meistens ganz gut zu erkennen. Normalerweise gibt es Fleisch dazu, in der Regel Schweine- oder Rinderfleisch, obwohl die Spezialität in den Anden ‚cuy', also Meerschweinchen ist!

Scharf ist das Essen nicht, vorausgesetzt man lässt die rote Soße stehen, die es häufig auf einem Extrateller dazu gibt ('aji' genannt und je nach Koch scharf oder sehr scharf). Fantastisch ist die Auswahl an Früchten, die es zwar in Deutschland auch immer häufiger zu kaufen gibt, die aber in Peru noch unvergleichlich leckerer schmecken. Mangos, Papayas und Ananas kann man direkt essen, sehr lecker sind aber auch die Säfte, die aus diesen Früchten gemacht werden. Etwas Besonderes, das es in Deutschland kaum gibt, ist ‚Tomate de arbol', also Baumtomate. Sie sehen aus wie etwas lang gezogene Tomaten, wachsen aber an Bäumen und schmecken unverarbeitet sehr bitter. Es gibt allerdings vorzügliche Rezepte für Baumtomatensaft und Baumtomatennachtisch, das sollte man auf jeden Fall mal probieren! Auch probieren sollte man das landestypische Gericht ‚Ceviche‘, roher Fisch, oder Meeresfrüchte mit Limonensaft mariniert.

Die Peruaner kochen relativ viel mit Koriander. Wenn man den Geschmack nicht mag, sollte man sich schon mal den Satz ‚sin culantro por favor!' (ohne Koriander bitte) merken.

 

4. Muss ich Geld wechseln und wie kann ich während der Reise Geld abheben?

 

Die offizielle Währung ist der Nuevo Sol (S/.). Es gibt Münzen zu 5, 10, 20 und 50 Centimos sowie 1, 2 und 5 Soles, und Scheine zu 10, 20, 50, 100 und 200 Soles. Für kleinere Ausgaben jedoch empfiehlt es sich, immer eine kleinere Menge Soles bei sich zu haben (Taxis, Getränke, kleine Souvenirs etc.). Leider ist in Peru verhältnismäßig viel Falschgeld im Umlauf. Lassen Sie sich bei Ihrer Ankunft am besten von Einheimischen erklären, woran Sie falsche Scheine und auch Münzen erkennen und achten Sie darauf wenn Sie Ihr Rückgeld bekommen. Es gibt viele Möglichkeiten in Peru Geld zu wechseln, aber vor allem in Touristenzentren wie Aguas Calientes und Cuzco werden US-Dollar und Euro nur zu sehr ungünstigen Konditionen gewechselt. Es ist daher besser bereits vorher genug Soles zu wechseln. Kreditkarten werden in den meisten Restaurants und Hotels akzeptiert. Geldautomaten (ATMs) gibt es in allen Städten und Touristenorten außer Aguas Calientes! Mit Ihrer EC-Karte können Sie am Automaten günstiger Geld abheben als mit der Kreditkarte (achten Sie auf die Symbole Cirrus und Maestro). Die Abhebungsgebühren werden von ihrer Bank individuell festgelegt. In Peru akzeptieren beispielsweise die Interbank und die Banco de Crédito deutsche EC-Karten. Es gibt jedoch Orte (z. B. Huaraz) in denen Geld von ATMs nur mit der Kreditkarte abgehoben werden kann. Traveller Cheques sind unüblich und werden nur von Banken und einigen Hotels akzeptiert, allerdings zu schlechten Wechselkursen.

 

5. Ist es üblich in Peru ein Trinkgeld zu geben?

 

Wenn man mit dem Taxi fährt, ist es nicht üblich, ein Trinkgeld zu geben. Es wird entweder der Betrag bezahlt, den das Taxameter anzeigt oder ein vorher vereinbarter Preis. Generell ist es besser mit Taxis zu fahren, die einen Taxameter haben, aber wenn man im Stau stecken bleibt, kann dies auch ein Nachteil sein. In Restaurants ist es üblich, ein Trinkgeld zu geben, das etwa 10 % des Wertes der Mahlzeit beträgt. Für Dienstleistungen wie zum Beispiel Guides und privaten Transport wird normalerweise ein Richtwert von $ 5 pro Person und Tag angenommen. Fühlen Sie sich bitte nie zu einem für Sie unakzeptablen Trinkgeld genötigt, letztendlich ist das Bezahlen von Trinkgeld immer freiwillig! Auf der anderen Seite ist es natürlich auch wichtig, eine gute Dienstleistung angemessen zu würdigen!

 

6. Wie ist das Klima in Peru?

 

Der Regenwald Perus:

Der Regenwald ist ein riesiges Gebiet im Osten von Peru und die größte Region des Landes. Meist herrscht hier ein feucht- heißes Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 26°C, sodass die Region von tropischer Vegetation geprägt ist. Die einzige größere Stadt in dieser Region ist Iquitos. Sie ist von Lima aus auf dem Landweg nicht erreichbar, sondern lediglich mit dem Flugzeug oder Boot. Die Regen- und Trockenzeiten ähneln denen im Hochland, jedoch gibt es im Regenwald das ganze Jahr über zum Teil starke Schauer. Wenn Sie in dieses Gebiet reisen wollen, empfiehlt es sich, leichte Baumwollhosen und T-Shirts sowie Tasch enlampen, wasserdichte Stiefel, eine Regenjacke und Sonnenschutz mitzunehmen.

 

Das Hochland Perus:

In dieser Zone herrscht die Gebirgskette der Anden vor. Mit 6768m ist der höchste Gipfel der Huascarán. Im Andenhochland gibt es zwei klar voneinander abzugrenzende Jahreszeiten: Die Regen – und die Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von November bis März/April mit Niederschlägen von über 10000mm. Die Trockenzeit dauert von April/Mai bis Oktober. Während dieser Monate herrschen ideale Bedingungen, um im Hochland zu Reisen, Trekking-Touren zu machen und vieles mehr. Da in den Anden ein Tageszeitenklima vorliegt, die Temperaturen innerhalb eines Tages also stark schwanken, ist es ratsam, immer mehrere Lagen Kleidung mit sich zu führen. Sollte einmal kein dicker Pullover zur Hand sein, so kann man in den Anden, der Produktionsstätte der Alpaka-Wolle, auf einem der Märkte sicherlich einen handgefertigten, warmen Wollpullover erstehen. Wichtigste Städte im Andenhochland sind unter anderem Cuzco, Puno und Arequipa.

 

Die Küste Perus:

Als peruanische Küste wird eine Region bezeichnet, die zum größten Teil aus Wüsten (Atacama, Nazca etc) und herrlichen Stränden im Norden besteht. Landwirtschaft ist in weiten Teilen nur entlang der aus den Anden kommenden Flüsse möglich. Im gesamten Küstengebiet sind die Monat Dezember bis April die heißesten und sonnigsten (Sommer). In dieser Zeit empfiehlt es sich an der Küste zu Reisen und gegebenenfalls einen Badeurlaub zu verbringen, denn die Temperaturen erreichen über 30°C. Im Vergleich zum Hochland verhält sich das Klima gegensätzlich. An der Küste ist es von Juni bis Oktober feuchter und kühler und damit Winter. Im äußersten Norden des Landes gibt es allerdings fast das gesamte Jahr über Temperaturen von ungefähr 30°C und fast 300 Sonnentage pro Jahr. Die größte Küstenstadt des Landes ist die Hauptstadt Lima.

 

7. Welche Kleidung und Extras sollte man auf eine Peru Reise mitnehmen?

 

Aufgrund der Lage Perus ist die Sonneneinstrahlung sehr intensiv. Eine Sonnencreme optimalerweise mit einem Sonnenschutzfaktor 30 sollte jeden Tag aufgetragen werden (auch wenn es bewölkt ist!). Sonnenbrille und Sonnenhut sind ebenfalls überall in Peru zu empfehlen. Die Kleidung sollte vor allem komfortabel sein. Da die Regionen klimatisch sehr unterschiedlich sind, geben wir Ihnen Tipps für jede Region:

 

Andenhochland und Andentäler

In den Anden ist es empfehlenswert wärmere Kleidung dabei zu haben. Obwohl man nicht weit entfernt ist vom Äquator, kann es auf Höhen um 2500 m schon kühl werden. Es sollten eine Jacke gegen Regen und Wind, lange Hosen, feste Schuhe, T-Shirts und Hemden mitgenommen werden.

 

Amazonasbecken und Küste

Sie sollten kurze Hosen, T-Shirts, einen Badeanzug, eine Regenjacke und einen Sonnenhut mitnehmen. Sie sollten außerdem leichte lange Hosen und Hemden dabei haben, da es für einen Ausflug in den Regenwald besser ist, die Haut weitestgehend bedeckt zu halten (außer bissigen Ameisen gibt es z.B. auch stachelige Pflanzen, die Verletzungen zufügen können). Kameras, Ferngläser und andere empfindliche Ausrüstung sollten in wasserdichten Plastiktüten aufbewahrt werden, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.

 

8. Elektrizität, Telefon und Internet in Peru

 

In Peru ist die Stromspannung 220 V genau wie zu Hause und die Steckdosen sind wie in den USA, daher ist es sinnvoll einen Adapter mitzunehmen. Manchmal gibt es auch Steckdosen, die auch für europäische Stecker funktionieren. Adapter können günstig in vielen Orten in Peru gekauft werden. Das Telefonnetz ist im ganzen Land gut ausgebaut. Für nationale Gespräche können die öffentlichen Telefonzellen genutzt werden. Für internationale Gespräche ist es empfehlenswert in eines der Internet Cafés zu gehen, die es in jeder größeren Stadt gibt. Ins Internet kann man dort natürlich auch gehen. Es ist möglich mit dem Handy zu telefonieren, allerdings sollte das Handy ein Dreiband Handy sein. Man kann sich auch Pre-paid Karten kaufen, um die Kosten besser kontrollieren zu können. Die öffentlichen Telefonzellen akzeptieren Münzen und Telefonkarten, die am Kiosk und in Supermärkten zu erhalten sind. Seien Sie sicher, dass diese Telefonkarten der Telefongesellschaft entsprechen, bei der Sie die Anrufe tätigen wollen. R-Gespräche (Collect) können nicht von den Telefonzellen aus getätigt werden.

 

9. Wie sicher ist Peru?

 

Bitte beachten Sie in Peru folgende Vorsichtsmaßnahmen:

1. Wandern Sie nicht allein, sondern lieber in einer Gruppe.

2. Machen Sie keine privaten Transfers zwischen Städten in der Nacht.

3. Nehmen Sie auf Ausflügen nur das Nötigste mit.

4. Nutzen Sie für Wertsachen den Hotelsafe.

5. Überlassen Sie Ihr Gepäck niemals einem Fremden.

6. Passen Sie zu jeder Zeit auf Ihr Eigentum auf, besonders in öffentlichen Transportmitteln.

7. Wenn Sie mit dem Bus fahren, legen Sie ihr Gepäck lieber nicht unter den Sitz. Ein beliebter Trick ist es, von hinten die Rucksäcke aufzuschlitzen.

8. Haben Sie immer eine Kopie Ihres Reisepasses dabei und verwahren Sie Ihre Dokumente und wichtigen Unterlagen am besten im Safe Ihres Hotels bzw. bei Transfers sollten wichtige Dokumente wie z.B. der Reisepass und Kreditkarten sowie größere Geldbeträge immer am Körper getragen werden, also in einem Brustbeutel oder einer Hüfttasche..

9. Bevorzugen Sie Funktaxis (per Telefon bestellen) oder von der Gemeinde registrierte Taxis (in Lima gelb lackiert mit einer Leuchtanzeige auf dem Dach).